Marienwallfahrt Haindling
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Pfarrkirche in Hainsbach

Die Pfarrkirche ist Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelist geweiht. Sie ist im Kern eine einschiffige romanische Anlage. Der Turm hat in der Ostwand ein romanisches Fenster mit schrägen Gewänden. Aus der Romanik sind neben dem Turm die ersten zwei Fensterachsen erhalten. Im Altarraum befindet sich auf der linken Seite ein gotisches Sakramentshäuschen. 1712 wurde die Kirche um zwei Fensterachsen verlängert und im Barock ausgestaltet. Die Weihe nahm Weihbischof Albert Ernst Graf von Wartenberg 1714 vor. Eine weitere Vergrößerung wurde 1912 mit einem Anbau nach Westen vorgenommen. Die Orgel auf der Empore ist neu. Der Kirchturm wurde unter Pfarrer P. Nonnos Schaller 1786 erhöht und in der heutigen Form ausgebaut.

Die Seitenaltäre mit korinthischen Säulen und Engelsköpfen stammen aus dem Jahr 1667 und zeigen im rechten Seitenaltar das Bild der vierzehn Nothelfer mit dem Gnadenbild unserer Lieben Frau von Haindling, im Oberbild der heilige Josef. Auf der Mensa ein Tabernakel aus dem Barock. Der linke Seitenaltar ist der heiligen Familie geweiht und zeigt im Oberbild die heilige Apollonia. Auf der Mensa eine Madonna mit Kind aus dem Barock.

Der Hochaltar im Turmuntergeschoß ist eine schmale Anlage von 1714. Mit zwei gewundenen Säulen und flankiert von den Figuren St. Petrus und St. Paulus um 1490 aus der abgebrochenen Hofkirche in Haindlingberg. Das Altarbild zeigt Maria mit dem Jesuskind und dem Johannesknaben, im Oberbild Johannes der Evangelist auf Patmos.

Über dem Chorbogen befindet sich eine Wappenkomposition von Engeln flankiert, des Fürstabtes Johann Baptist Hemm von St. Emmeram von 1714,.

Die Kanzel auf der linken Seite stammt aus dem Jahr 1720, gegenüber der Kanzel ist ein lebensgroßes Kruzifix mit der Mater Dolorosa von 1745. Der Kreuzweg aus dem siebzehnten Jahrhundert zeigt Figuren mit türkischer Gewandung. Vor dem rechten Seitenaltar ist ein romanischer Taufstein. Im Altarraum, vor dem rechten und vor dem linken Seitenaltar sind sehr alte Grabsteine in die Wand eingelassen, darunter der Rotmarmorstein für den letzten Lehensträger von Hainsbach, dem Ritter Gabriel Kastner von Hainsbach, Haindling und Mötzing, der hier begraben liegt.

Das Deckengemälde zeigt Maria, wie sie Hainsbach beschützt, mit der Ortsansicht von 1929. In diesem Jahre wurde das Bild vom Maler Gotthard Bauer aus München ausgeführt.
Franz Haller


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