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Wallfahrtskirche 'Unsere Liebe Frau von Haindling' Die frühgotische Wallfahrtskirche wurde von Abt Hieronymus II. von Feury (1609 – 1622) nach den Vorschriften des Konzils von Trient umgebaut und neu gestaltet, die Türme der beiden Kirchen wurden in der heutigen Form erhöht und vollendet. Unter dem Abt Wolfgang Mohr wurde die gotische Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt abgebrochen und 1719-1721 im Geist des Barock zu einer Wandpfeileranlage neu gebaut. Die Grundmauern der alten Kirche im Langhaus wurden erhalten und verstärkt. Die Pläne für den Kirchenbau fertigte der Regensburger Johann Georg Entdres, die Ausführung und künstlerische Ausstattung lagen ausschließlich bei einheimischen Kräften. Von den Fresken haben sich nur die im Chor erhalten, sie zeigen Szenen aus dem Marienleben und in den Stichkappen marianische Symbole. Den Chorbogen innen schmücken eine Kopie der schönen Maria von Regensburg (von Albrecht Altdorfer ) und die Seligen des Klosters St. Emmeram von 1721. Das Gewölbe im Kirchenschiff zierten einst je drei Fresken aus dem Leben der Diözesanheiligen Wolfgang im ersten Gewölbefeld, Emmeram (im zweiten) und Dionys (im dritten), und drei Bilder mit den größten bayerischen Wallfahrten neben Haindling (im vierten Gewölbebogen). Es waren dies Bogenberg, Altötting und Maria Plain bei Salzburg. Über den Seitenaltären 10 Gnadenerweise der Mutter Gottes an Heilige des Benediktinerordens. Am Chorbogen die Bilder der Heiligen von St. Emmeram in Regensburg. Das Gewölbe des Langhauses ist am 27. Januar 1816 eingestürzt und zerschlug die Emporen, Stühle und das Pflaster. Noch im gleichen Jahr wurde es aus Holz eingezogen und von Franz S. Merz im Nazarenerstil neu bemalt und bei der Renovierung 1957 überstrichen. (Haindling mit Wallfahrts-, Kreuz- und Hofkirche.) Der Hochaltar mit dem Bild Mariä Himmelfahrt, darüber erwartet Christus mit dem heiligen Geist Maria und im Oberbild Gott Vater, symbolisiert die Heiligste Dreifaltigkeit, an die wir alle glauben. Die Figuren zwischen den Säulen sind links Joachim und rechts Anna, die Eltern Mariens. Der rechte Seitenaltar ist der Gnadenaltar, das Zentrum der Wallfahrt, mit einem Bild der Heiligsten Dreifaltigkeit, die in Haindling immer besondere Verehrung genoß, besonders nach der Gründung der Dreifaltigkeits - Bruderschaft 1710. Im Oberbild der hl Josef. Im Zentrum des Tabernakels sehen wir das Gandenbild, Maria mit Jesus auf dem Arm, entstanden vor 1300, das Ziel unzähliger Wallfahrer und mühselig Beladener, die zur Mutter von Haindling Zuflucht in ihren Nöten, Krankheiten und Sorgen fanden, auch heute noch. Wieviel mag hier gebetet und gedankt worden sein? Wieviel haben Trost gefunden, haben mit dem Schicksal gehadert? Wieviel Tausende sind nach Haindling gepilgert? Die Votivgaben beim Altar geben davon Kunde. Der linke Seitenaltar ist dem heiligen Sebastian geweiht. Das Altarbild zeigt den heiligen Sebastian, dem Patron gegen die Pest, der Sterbenden, der Soldaten, der mit seinem Schild die Pestpfeile von Haindling abhält, im Oberbild der Pestheilige Rochus. Dieser Altar ist das Ziel der 1714 gegründeten Sebastiani-Bruderschaft. Wie oft mag in den schweren Zeiten, wenn diese Geißel des Krieges regierte, das Gebet vor „Pest, Hunger und Krieg verschone uns, o Herr“ gesprochen worden sein? Wieviel Not mag über die Gläubigen gekommen sein, daß man zur Gnadenmutter von Haindling und zu diesem Heiligen flehentlich über Jahrhunderte Zuflucht nahm? Die Bruderschaften zur Heiligsten Dreifaltigkeit und zum Hl. Sebastian bestehen auch heute noch. Die rechten Seitenaltäre sind, von Osten nach Westen:
Die Linken Seitenaltäre sind:
In der Wallfahrtskirche befinden sich eine Reihe von Grabdenkmäler. Am Ausgang rechts befindet sich das Denkmal für den letzten Lehensträger von Hainsbach, dem Ritter Gabriel Kastner von Hainsbach, Haindling und Mötzing, im Volksmund der "Eiskalte von Haindling", ob Sommer oder Winter, die Grabplatte ist immer eiskalt. Man kann es beim Anfassen fühlen. Franz Haller
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©Kath. Pfarramt Haindling erstellt von Christoph Haller
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