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Die Wallfahrtskirche zum heiligen Kreuz
Um 1480 wurde die Kirche zum gekreuzigten Erlöser gebaut. Die Kirche, eine Mischung aus Spätgotik und Frührenaissance, entstand in ihrer jetzigen Form im 15. und 16. Jahrhundert nach einem Umbau mit nachgotischem Gewölbe und Renaissance Stuck, mit umlaufenden Gang (Arkaden), zwei Treppenaufgängen und einer steinernen Kanzel.
Abt Hieronymus II: von Feury stiftete um 1620 den vorhandenen Kreuzaltar in den Formen des frühen Barock (von Schreiner und Maler Paul Gschwendtner - Regensburg. Bildhauer vermutlich Hans Wilhelm Regensburg). Im Schrein befindet sich eine Kreuzigungsgruppe mit Johannes, Maria und Maria Magdalena, mit Putten mit den Leidenswerk-zeugen Christi, flankiert von den Figuren der Bendiktiner - Heiligen Benedikt und Scholastika. Darüber in Bögen die Bistumsheiligen Wolfgang, Emmeram und Dioysius. Im oberen Bogen der hl Hieronymus als Namenspatron des Stifters. Eine kunstgeschichtliche Besonderheit in der Kirche sind die sogenannten Fälle, Ölgemälde mit Szenen aus der Passion Christi als Ergänzung zum Hochaltar. Es handelt sich um die Bilder: "Verurteilung Christi" (2 Bilder), "Christus vor Pilatus", "Christus an der Geißelsäule", "Christus fällt unter das Kreuz", und "Christus wird ans Kreuz genagelt", in den Jahren 1621 bis 1628 vom Regensburger Maler Johann Paul Schwendter gemalt. Das kostbarste Stück für uns gläubige Katholiken für diese Kirche, ist der vom Regensburger Weihbischof Albert Ernst Graf von Wartenberg als Geschenk nach Haindling gekommene große Kreuzpartikel vom wahren Kreuz Christi, in einem 30 cm hohen silbernen Kreuz gefaßt. Über einhundertunddreißig Jahre wußte man nach der Säkularisation mit dieser Kirche nichts anzufangen, daher wurde die Kreuzkirche nach dem zweiten Weltkrieg vom damaligen Pfarrer Franz Xaver Laßleben als Krieger Gedächtniskirche für das Dekanat Geiselhöring eingerichtet, die (an den Wänden eingelassenen) Tafeln mit den mehr als 900 Namen der Gefallenen und Vermißten des zweiten Weltkrieges bezeugen dies. Über dem Aufgang zur Kreuzkirche ein Ölberg von 1620 vom Regensburger Bildhauer Hans Wilhelm, der auch die Altarmensa und den Corpus in der Kreuzkirche geschaffen hat, in der Unterkirche ein Heiliges Grab als 14. Kreuzwegstation. Die Kirchenanlage wird von einem Kreuzweg eingerahmt, der von Pater Bonifaz Schachtner um 1733 geschaffen wurde. Die unterschiedlich großen rundbogig geöffneten Kapellen zieren Reliefs aus dem Jahr 1991. Franz Haller
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©Kath. Pfarramt Haindling erstellt von Christoph Haller
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