![]() |
| Startseite Wallfahrt Pfarrei Wallfahrtskirche Kreuzkirche Pfarrkirche Rundgang |
| Wallfahrt Wallfahrtskalender Wallfahrtsgeschichte |
Die Wallfahrt in Haindling
Wer von Landshut, Dingolfing, Straubing oder Regensburg sich Haindling nähert, sieht schon von weitem die beiden Türme der Kirchen von Haindling. Eine Wallfahrt ist es, um 150 Jahre älter als Altötting. Hainsbach-Haindling ist seit 891 im Besitz des Klosters St. Emmeram in Regensburg, bezeugt durch Urkunden der Jahre 891 und später. Ulrich von Teisbach 1312 und Albrecht von Haidau 1338 schenken an die Marienkirche zu Haindling (in Perga = Haindlingberg) Ländereien und Grundstücke. Der Beginn der Wallfahrt verliert sich im Dunklen der Geschichte. 1337 stiftet der adelige Regensburger Bürger Konrad Frumold eine Kaplanei zum Frauenaltar in Haindling, die Steinmesse. Hundert Jahre später sind es bereits 3 Kaplaneien, die Barbaramesse und die Andreasmesse, (diese Benefizien bestanden bis zur Säkularisation) d.h. Haindling ist eine blühende Wallfahrt zu „Unserer Lieben Frau von Haindling“. Die Wallfahrt in Haindling erhielt eine Fülle von Ablässen, 1357 von 17 Bischöfen und 1487 von 17 Kardinälen, durch die die überregionale Bedeutung der Wallfahrt zum Ausdruck kam.Die frühgotische Marienkapelle mußte bis 1439 fünfmal erneuert und vergrößert werden. Die gotische Kirche war 38 m lang und 20m breit, die jetzige Kirche steht zum Teil auf diesen gotischen Grundmauern. Da zu Maria der Mutter auch Jesus Christus, der Sohn gehört, kam um 1480 auch eine Kirche und Wallfahrt zum gekreuzigten Erlöser hinzu. Diese Kirche, eine Mischung aus Spätgotik und Frührenaissance mit nachgotischem Gewölbe und Renaissance Stuck, entstand in ihrer jetzigen Form nach einem Umbau und einer Erweiterung im 15. und 16. Jahrhundert. Die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz ist mit der Säkularisation erloschen. Im Süden des Ortes steht das Klösterl, in dem die sechs Emmeramer Mönche gelebt haben, um die Wallfahrt zu betreuen. Zu den großen Wallfahrtstagen waren 10 bis 12 Patres aus Regensburg da. Das Haus befindet sich nunmehr im privaten Besitz. Die heutigen Gebäude der einst sehr bedeutenden Wallfahrt, zu der bis zur Säkularisation alljährlich 60 Pfarreien pilgerten, stammen aus der Zeit des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts. Allerdings mußte die Hofkirche St. Michael in Haindlingberg (Perga), eine Nebenkirche der Wallfahrt wegen Einsturzgefahr 1924 abgebrochen werden. Die Wallfahrt konnte die Baukosten nicht mehr aufbringen. Die Säkularisation von St. Emmeram 1810 brachte die Wallfahrt in Haindling fast zum Erliegen, die Gebäude wurden vernachlässigt. 1813 wurde der Kirchenhasser Maximilian Graf von Montgelas Hofmarksherr von Hainsbach, zu dieser Hofmark gehörte Haindling immer. Das Schloß in Hainsbach wurde abgebrochen und die Hofmark an verschiedene Käufer versteigert. Es ist belegt, daß am Vorabend der Säkularisation zum Dreifaltigkeitsfest 10.000 Kommunionen gespendet wurden. Noch Anfang der sechziger Jahre haben am Dreifaltigkeitssonntag hunderte junger Leute am Jugendbekenntnistag der Deutschen Katholischen Jugend teilgenommen. Auch heute noch besuchen im Jahresablauf ca. elftausend Wallfahrer das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Haindling. Franz Haller
http://www.marienwallfahrt-haindling.de/
webmaster@marienwallfahrt-haindling.de
©Kath. Pfarramt Haindling erstellt von Christoph Haller
|